Filmbildung im Wandel

filmbildung1…ist der Titel einer dreitägigen Veranstaltung im Filmarchiv Austria. Die interdisziplinäre Tagung der Zeitschrift Medienimpulse ist zugleich auch Jahrestagung 2013 der Fachgruppe Medienpädagogik der DGPuK. Filmerziehung markiert den Anfang der Medienpädagogik und ist seither fester Bestandteil erzieherischer Bemühungen um eine umfassende Medienkompetenzvermittlung. Längst sind Filmkulturen aber nicht mehr auf Kinofilme beschränkt, sondern in den unterschiedlichsten medialen Speicher- und Distributionskontexten gegenwärtig. FotoMonitore2Die verschiedenen Keynotes und Beiträge reflektieren den aktuellen Stand der Verwendung und des Sinnkontexts in dem das Medium Film unter neuen Voraussetzungen zu denken ist. Im Panel 3 / FILMBILDUNG IM WANDEL (KINO), am Freitag, den 4.10. vormittags, skizziere ich unter dem Titel OPERATOR – I NEED AN EXIT, Möglichkeiten einer digitalisierten Filmbildung. Mit dem Hintergrund langjähriger Theorie- und Praxisarbeit im filmpädagogischen Kontext möchte der Beitrag Wahrnehmungen streifen, ob und wie sich die neuen medialen Voraussetzungen in ihrer schulischen Alltagstauglichkeit bewähren könnten. Dabei ist vor allem die Situation der (Film-)PädagogInnen zu betrachten und welche Positionen dabei zukünftig ein verstärktes Materialienangebot, noch spezialisiertere Seminare und die persönlichen Begegnungen mit Menschen aus dem Kreativbereich einnehmen könnten. – Das war mein ursprüngliches Konzept, bloß kann ich nun aufgrund einer aktuellen Erkrankung NICHT am Seminar teilnehmen! Ich bin natürlich sehr an den Ergebnissen der Veranstaltung interessiert, und lade die TeilnehmerInnen ein, hier ihr Feedback im Kommentar zu deponieren! HERZLICHEN DANK!
Termin: 3. bis 5. Oktober 2013, Veranstaltungsort: Filmarchiv Austria, Programm, www.medienbildung.at

Eine Antwort zu “Filmbildung im Wandel”

  1. Bereits die Keynote von Claudia Wegener hat einen guten Überblick gegeben, wohin die Reise der Filmbildung in Schulen gehen kann oder muss. Und die Veranstaltungen im Anschluss haben zum Teil einen sehr praxisnahen Einblick gegeben, was man an crossmedialen und interaktiven Projekten noch realisieren kann. Es gab eine Menge an Impulsen und eine Bestärkung, dass Filmbildung zukünftig, neben allen klassischen Zugängen, auch noch mobil ist. Aber es gab auch die Erkenntnis, dass eine Institutionalisierung der Filmbildung im Bereich der Schule notwendig, aber längst nicht Realität ist. Ich komme aus Niedersachsen und hier sind wir auf dem Weg der Realisierung schon ein Stück vorangekommen: Bei uns ist die Medienkompetenzentwicklung in einem eigenen Erlass für Schulen verpflichtend und Kompetenzbeschreibungen der Filmbildung finden sich in den Kerncurricula verschiedener Fächer. Obwohl wir im Prozess der Institutionalisierung nicht mehr am Anfang stehen, sehen wir trotzdem folgende Schwierigkeiten: Lehrer sind überlastet und werden jetzt mit weiteren Aufgaben betraut. Hinzu kommt, dass die technische Kompetenz bei Lehrkräften vermutlich den gesellschaftlichen Durchschnitt widerspiegelt… Ein Zwang zur Fortbildung besteht nicht. Damit bleibt die Filmbildung erst einmal wieder nur das Feld der ewig Engagierten. In einem Flächenland wie Niedersachsen tragen wir dem Rechnung, indem wir den Engagierten innovative Fortbildungen oder die Qualifizierung zum „Filmlehrer“, zur „Filmlehrerin“ anbieten und für eine gute Vernetzung untereinander sorgen. Filmbildung der Lehrkräfte setzt in Niedersachsen in der Regel erst nach der Ausbildung an. Im Studium kommt dieser Punkt systematisiert, faktisch nicht vor. Dies könnte ein Vorteil des österreichischen Systems sein. Dafür scheint hier die Filmbildung in erster Linie das klassische Feld außerschulischer Medienarbeit zu sein (Ausnahmen gibt es natürlich immer; wie das tolle Beispiel von Christian Schreger gezeigt hat). Und eins hat die Tagung noch gezeigt: das Argument der fehlenden technischen Ausrüstung an Schulen als Grund für nicht stattfindende Filmbildung wird in Zeiten der mobilen Endgeräte vielleicht immer weniger gewichtig.

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